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Abstract

SO.13.04

Automatische kinetische Perimetrie bei Kindern

Bettina Wabbels1, Stephanie Wilscher2
1Universitäts-Augenklinik Bonn; 2Regensburg

Hintergrund
Gesichtsfelduntersuchungen bei Kindern werden häufig manuell mit Hilfe des Goldmann-Perimeters durchgeführt. Problematisch können dabei die Abhängigkeit vom Untersucher und die nicht-standardisierte, meist zu schnelle, Testgeschwindigkeit sein. Die automatisierte kinetische Perimetrie könnte hier Abhilfe schaffen und hat sich bei Erwachsenen bereits bewährt. Bisher gab es hierzu keine Untersuchungen bei Kindern im klinischen Umfeld.
Methode
Fünfzig Kinder im Alter von 5-14 Jahren (augengesunde Kinder, Kinder mit einseitigen Pathologien und mit Strabismus) wurden mit Hilfe des Twinfield-Perimeters untersucht. Stimuli waren III4, I4, I2 and I1 entsprechend Goldmann-Standard, geprüft wurde mit einer konstanten Testgeschwindigkeit von 2°/s. Nach Möglichkeit wurde jeder Test zweimal durchgeführt. Eine automatische oder manuelle Nachtestung auffälliger Testorte konnte am selben Gerät erfolgen.
Ergebnisse
Bis auf ein 11-jähriges Kind waren alle Kinder in der Lage, den Test wenigstens einmal durchzuführen. Für die untersuchte Altergruppe zeigten sich keine signifikanten Einflüsse des Alters auf die einzelnen Isopteren oder die von den Isopteren umschlossenen Flächen. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Kindern mit Strabismus und den anderen Kindern fand sich nicht. Die automatisierte kinetische Perimetrie war mit durchschnittlich 3,5 min Testdauer pro Auge trotz konstanter langsamer Testgeschwindigkeit schneller als die übliche manuelle Goldmann-Perimetrie bei vergleichbaren Isopteren.
Schlussfolgerungen
Die automatische kinetische Perimetrie bietet den Vorteil einer konstanten, untersucherunabhängigen Testgeschwindigkeit und ist bei den meisten Kindern im klinischen Umfeld an einem handelsüblichen Twinfield-Perimeter möglich. Die Testergebnisse waren nicht nur vom Alter, sondern insbesondere von Reife und Motivation der Kinder abhängig. Vorteilhaft ist die Möglichkeit einer direkten Nachtestung (automatisch oder manuell) auffälliger Testergebnisse am selben Gerät.

 
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