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Abstract

SO.14.06

Aspiration von Kammerwasser über die Pars plana zur Durchbrechung eines akuten Glaukomanfalles

Walter Noske
Augenklinik, Städtisches Klinikum Brandenburg 

Die medikamentöse Durchbrechung eines akuten Winkelblockglaukoms gelingt nicht immer und chirurgische Maßnahmen am vorderen Augenabschnitt können bei sehr hohem Augendruck problematisch sein.
Wir haben bei 6 Augen mit einem akuten Winkelblockglaukom deren Augendruck medikamentös nicht oder unzureichend ansprach mit einer feinen Kanüle (27 G) über die Pars plana 0,3 bis 0,7 ml Kammerwasser aus der Augenhinterkammer aspiriert. In allen Fällen kam es zu einer sofortigen dramatischen Senkung des Augeninnendruckes und Vertiefung der Vorderkammer. Nach der Kammerwasseraspiration wurde Fibrin bzw. Blut auf der Iris beobachtet, das aufgrund der plötzlichen ausgeprägten Augendrucksenkung in die Vorderkammer auszutreten schien und sich spontan resorbierte. Nach erfolgreicher Augendrucksenkung wurde in allen Fällen eine chirurgische Behandlung des Winkelblockes durchgeführt. In 5 von 6 Fällen konnte damit eine Normalisierung des Augendruckes erreicht werden, in einem Fall beträgt der Druck 3 Monate nach dem Glaukomanfall 24 mm Hg.
Wir halten die Aspiration von Kammerwasser über die Pars plana für eine sinnvolle Option zur Durchbrechung des akuten Winkelblockglaukoms wenn sich der Augendruck medikamentös nicht ausreichend senken lässt und eine chirurgische Maßnahmen aufgrund der Augendruckerhöhung problematisch sind.


 
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