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Abstract
SO.14.08
EDMAGS II (Evonik-Degussa-Mainz-Glaukom-Studie): Sensitivität und Spezifität von IOD und FDT
Jochen Wahl1, Lorenz Barleon1, Andrea Lichtmeß1, Claudia Deters1, Sibylle Haas-Brähler2, Peter Morfeld3, Norbert Pfeiffer1
1Universitäts-Augenklinik Mainz, 2Werksärztlicher Dienst, Standort Frankfurt, Evonik-Degussa, Frankfurt, 3Institut für Epidemiologie and Risikobewertung, Evonik Industries, Essen
Hintergrund
Im Rahmen eines Glaukom-Screening-Projektes wurden Mitarbeiter der Firma Evonik untersucht. Die Befunde wurden von einem Glaukomspezialisten beurteilt und kategorisiert. Im Vergleich zu dieser Beurteilung wurden Sensitivität und Spezifität von IOD-Messung alleine, von FDT oder IOD-Messung sowie FDT und IOD-Messung berechnet.
Methode
4234 Mitarbeiter von Evonik Industries im Alter zwischen 40 und 65 Jahren wurden untersucht. Grundlage der Kategorisierung durch einen komplexen Algorithmus in unauffällig, glaukomverdächtig und hochgradig glaukomverdächtig waren Messung des Augeninnendruckes (IOD), Gesichtsfeld (FDT; Frequency Doubling Technology, C20-1) und Beurteilung der Papillenfotographien (Canon CGI). Der IOD alleine wurde bei Werten > 21 mm Hg als auffällig gewertet.
In einem statistischen Modell wurden Sensitivität und Spezifität von erhöhtem IOD alleine (1), auffälligem FDT oder erhöhtem IOD (2) sowie auffälligem FDT und erhöhtem IOD (3) bestimmt.
Ergebnisse
16 Probanden wurden wegen fehlender FDTs ausgeschlossen. Sensitivität und Spezifität bei (1) betrugen bei Glaukomverdacht 55,5% und 92,7%, bei (2) 61,5% und 91,7%. Bei (2) ergaben Sensitivität und Spezifität bei Glaukomverdacht 64,9% und 88,3% und bei hochgradigem Glaukomverdacht bei 92,3% und 87,2%. Bei (3) betrugen Sensitivität und Spezifität bei Glaukomverdacht 6,3% und 99,7% und bei hochgradigem Glaukomverdacht bei 15,4 und 99,6%.
Schlussfolgerungen
Weder IOD allein noch Kombinationen mit FDT erreichen in beiden Parametern gleichzeitig hinreichende Werte im Vergleich zu der Kategorisierung durch den Glaukomspezialisten. Unabhängig hiervon sind die positiven prädiktiven Werte zu beachten, die durchgängig ungenügend sind, da sie stets unter 20% liegen.
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