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AbstractSO.15.02 Okuläre Perfusion und Okulärer Perfusionsdruck – Komplexe Interaktion Leopold Schmetterer Reduzierter okulärer Perfusionsdruck ist ein Risikofaktor für die Prävalenz, Inzidenz und Progression des primären Offenwinkelglaukoms (POWG). Bedeutet dies auch, dass reduzierte okuläre Perfusion ein Risikofaktor für POWG ist? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, da die okulären Gefäßbetten autoreguliert sind. Das bedeutet, dass sich die Perfusion geänderten Perfusionsdruckbedingungen anpassen kann. Im Falle eines reduzierten Perfusionsdrucks reagieren die okulären Widerstandsgefäße mit einer Dilatation und es kommt zu einer Abnahme des Gefäßwiderstandes. Diese Abnahme des Gefäßwiderstandes garantiert, dass trotz einer Änderung des Perfusionsdrucks die okuläre Perfusion aufrecht gehalten wird. Bei Glaukompatienten gibt es jedoch Hinweise, dass diese Autoregulation gestört ist. Dementsprechend kann eine Reduktion des Perfusionsdrucks sehr wohl zu einer Abnahme der Durchblutung führen. Rezente Studien zeigen auch, dass okuläre Gefäße besser auf eine Änderung des Blutdrucks als auf eine Änderung des Intraokulardrucks reagieren können. Die Konsequenzen für unser Verständnis der okulären Perfusionsstörungen in der Pathophysiologie des POWG werden diskutiert.
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