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Abstract
SO.15.09
Klinische Aspekte der Diagnostik und Behandlung okulärer Durchblutungsstörungen
Oliver Zeitz, Lars Wagenfeld, Peter Galambos, Anne Wiermann, Gisbert Richard, Maren Klemm
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Hintergrund
Okuläre Durchblutungsstörungen spielen bei einer Vielzahl weit verbreiteter Augenerkrankungen eine herausragende Rolle. In dem Referat sollen die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Beurteilung und Behandlung okulärer Durchblutungsstörungen aus Sicht des Klinikers diskutiert werden.
Methode
Es werden Ergebnisse verschiedener Studien gezeigt, die sich den folgenden Methoden bedienen: Farb-Doppler-Sonographie mit und ohne Provokationstests, Heidelberg-Retina-Flowmetrie, Langham-OBF.
Ergebnisse
Die Anwendung verschiedener Methoden zur Messung der okulären Perfusion liefert Ergebnisse, die teilweise korrelieren. Die Doppler-Sonographie ist im Bezug auf retrobulbäre Gefäße das einzig geeignete Verfahren. Unterschiede in der Perfusion können z.B. beim Glaukom dann sichtbar gemacht werden, wenn der Progressionsstatus der Erkrankung berücksichtigt wird oder die Regulation der Durchblutung während der Untersuchung beansprucht wird. Insgesamt ist aber die Trennschärfe aller verfügbaren Verfahren zur Durchblutungsdiagnostik limitierend für deren Einsatz in der klinischen Routine. Von den verfügbaren Augentropfen hat nur Dorzolamid einen positiven Effekt auf die okuläre Perfusion. Für eine systemische Modulation der okulären Durchblutung gibt es verschiedene Konzepte, die bislang aber keinen Durchbruch gebracht haben. Chirurgische Behandlungen von Gefäßverschlüssen haben teilweise viel versprechende Ergebnisse im Bezug auf den Visus; ein positiver Effekt auf die Hämodynamik konnte aber nicht nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen
Im klinischen Alltag sind sowohl Diagnostik als auch Therapie von okulären Durchblutungsstörungen eine Herausforderung, die in vielen Aspekten nach wie vor ungelöst ist. |
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