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Abstract
SO.16.05
Vergleich von peripapillärer Nervenfaserdicke bei Messung mit GDx ecc versus Spectral Domain OCT
Andrea Wilhelm, Thomas Meigen, Franz Grehn
Universitäts-Augenklinik Würzburg
Hintergrund
Im klinischen Alltag werden derzeit verschiedene Geräte zur Beurteilung der Nervenfaserdicke und zur Verlaufskontrolle bei Glaukompatienten und okulärer Hypertension eingesetzt. Es wurde die Frage untersucht, ob die ausgegebenen Messwerte von Laserpolarimetrie und optischer Kohärenz-Tomographie übereinstimmen.
Methode
An 31 Patienten wurden zum selben Zeitpunkt die retinalen Nervenfasern an der Papille mit dem Spectral-Domain OCT (Cirrus – OCT, Zeiss) und GDx (GDx ecc = enhanced corneal compensation, Zeiss) untersucht. Da die Gerätesoftware keine Meßwerte der Nervenfaserdicke an einzelnen Orten ausgibt, wurden die Kurven eingescannt und mittels Bildsoftware (GIMPPortable) ausgemessen. Diese Werte wurden anhand der Achsenskalierung in die Nervenfaserdicke (in µm) umgerechnet und dienten als Grundlage für die folgenden Vergleiche. Der relative Variationskoeffizient RCV= diente zur Quantifizierung der Abweichung zwischen den beiden Nervenfaserdicke-Maßen.
Ergebnisse
(1) Die GDx-Werte der Nervenfaserdicke waren systematisch kleiner als die OCT-Werte (RCV = 31,3% ± 17,6%, n=2170). (2) Die Regressionsanalyse zeigte, dass die GDx-Werte im Mittel um den Faktor 1.8 kleiner waren als die OCT-Werte. (3) Selbst bei Kompensation dieses systematischen Unterschiedes durch Skalierung der GDx-Werte ergab die Bland-Altmann Analyse, dass die Abweichungen mit wachsender Nervenfaserdicke zunahmen. Die mittleren RCV-Ergebnisse waren hier 16,9% ± 12,6%. (4) Durch Annahme eines exponentiellen Zusammenhangs konnte die Übereinstimmung nur noch leicht verbessert werden (RCV = 15,0% ± 10,3 %).
Schlussfolgerungen
(1) Ein direkter Vergleich der GDx- und OCT-Ergebnisse der Nervenfaserdicke ergab deutliche Unterschiede. (2) Bei geringen Nervenfaserpolstern weichen beide Messmethoden weniger voneinander ab als bei dicken Nervenfaserpolstern. (3) Selbst bei Kompensation des systematischen Fehlers muss mit einer mittleren Abweichung von 2*RCV ≈ 30% zwischen beiden Messmethoden gerechnet werden. (4) Sofern das OCT als Referenzmessung angenommen wird, scheint eine Abgrenzung zwischen Gesunden und Kranken mittels GDx in der Frühphase durch die Ungenauigkeit bei dicken Nervenfaserpolstern erschwert. |
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