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Abstract

SO.16.09

Optimierte Gesichtsfelddiagnostik bei Kindern mittels funduskontrollierter Perimetrie

Kristina Kuoliene1, Christoph Friedburg2, Melanie Jäger2, Birgit Lorenz2
1University of Vilnius, Vilnius, Lithuania; 2Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Gießen, Gießen

Hintergrund
Konventionelle statische Perimetrie bei Kindern wird durch begrenzte Kooperation, fehlende Übung und vor allem nur kurzzeitige Fixation erschwert.
Bei der funduskontrollierten Perimetrie erfolgt die Stimulation nur in den Zeiten, in denen das Gerät den zentralen Fundus identifizieren kann, so dass Fehlfixation vermieden wird.  
Methode
Insgesamt wurden 40 Kinder (46 Augen) im Alter von 4 bis 14 Jahren mit dem Nidek Technologies Mikroperimeter MP-1 untersucht. Die zentrale Netzhaut wurde hierbei kontinuierlich gescannt. Goldmann III Stimuli wurden entsprechend den ausgewählte Rastern (0° - 18°) in zufälliger Reihenfolge projiziert und die Empfindlichkeitsschwelle in 4-2 dB Schritten ermittelt. Gerätetechnisch ist die maximale Dämpfung auf 20 dB begrenzt. Die automatische Messung wurde von erfahrenen Untersuchern beaufsichtigt und das MP-1 bei Bedarf neu ausgerichtet.
Ergebnisse
Statische Funduskontrollierte Perimetrie war bei 35 Patienten (40 Augen) durchführbar, in 93% mit guten Ergebnissen. Die jüngste erfolgreich untersuchte Patientin war 5 Jahre alt. Die durchschnittliche Fixationsstabilität lag bei 74,2% innerhalb von 2° und bei 92,2% innerhalb von 4°. Durch Messung in Mydriasis und hierdurch verbesserte Projektion wurde die nutzbare Stimulationszeit verlängert.
Schlussfolgerungen
Mit dem MP-1 war bei Kindern unter normalen klinischen Bedingungen in den überwiegenden Fällen ein gutes Ergebnis erzielbar. Da die Untersuchung delegierbar ist und kurze Fixationsphasen genutzt bzw. etwaiger Abweichungen der Fixation korrigiert werden, ist sie potentiell der manuellen Goldmann Perimetrie für das Zentrum überlegen. Sie stellt somit eine aussichtsreiche Methode zur Verbesserung der zentralen Gesichtsfelduntersuchung bei Kindern mit Gesichtsfeldausfällen dar.

 
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