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Abstract
SO.19.07
Korrelation der Hornhautsensitivität und Regeneration vom subepithelialen Nervenplexus nach fs-LASIK
Andrey Zhivov1, Oliver Stachs1, Marcus Blum2, Wilfried Bissmann3, Rudolf Guthoff1
1Universitäts-Augenklinik Rostock, 2Augenklinik, Helios-Klinikum, Erfurt, 3Carl Zeiss Meditec AG, Jena
Hintergrund
Femtosekundenlaser-Technologie ermöglicht eine gewebeschonende Herstellung des Flaps bei LASIK. Das Ziel der Arbeit ist ein Vergleich der Regeneration des subepithelialen Nervenplexus und der Hornhautsensitivität nach 2 verschiedenen fs-Verfahren durchzuführen.
Methode
18 Augen von 9 Patienten (Alter: 23-44) wurden präoperativ, 1 Wo., 1 Mo. und 3 Mo. nach fs-LASIK mit dem Heidelberg Retina Tomograph (HRT II) in Kombination mit dem Rostocker Cornea Modul untersucht. Die Augen wurden mit zwei Verfahren operiert: ein Auge mit der FLEx-Methode (Femtosecond Lenticule Extraction) mit dem Hinge oben (90º). Am Partenerauge wurden 2 fs-Schnitte je 90º von temporal und nasal durchgeführt. Die konfokale Mikroskopie des subepithelialen Nervenplexus (SEP) erfolgte im Zentrum des Flaps, am Flaprand (temporal, unten und nasal) sowie im Hingebereich in der FLEx- Gruppe und am Flaprand temporal und nasal sowie oben und unten im intakten Bereich in der zweiten Gruppe (SMILE-Verfahren). Anschließend erfolgte eine off-line 2D-Mapping des SEP. Die Sensibilität der Hornhaut wurde mit dem Cochet-Bonnet Ästhesiometer im Verlauf untersucht.
Ergebnisse
In vivo konfokale Mikroskopie mit anschließender off-line Rekonstruktion erlaubt eine Darstellung des SEP bis max. 2x2mm. Weiterhin ist eine Rekonstruktion des Flaprandes möglich. Die erhaltenen SEP-Strukturen im Hingebereich beim FLEx reichen bis zum Hornhautzentrum. Das SMILE-Verfahren ist gekennzeichnet mit im Zentrum erhaltender SEP-Struktur, die Nervenfasern laufen ununterbrochen von oben und unten ins Hornhautzentrum. Die ersten über den Flaprand wachsende Fasern von SEP wurden nach 1 Mo. dargestellt. Die Regenerationsprozesse der Nerven im zeitlichen Verlauf korrelieren mit der Ästhesiometrie, wobei keine statistisch signifikanten Unterschiede der Hornhautsensitivität zwischen o.g. fs-Verfahren festgestellt wurden. Die qualitative Analyse des SEP zeigte ein besser erhaltendes bzw. regeneriertes SEP in der SMILE-Gruppe.
Schlussfolgerungen
Die Hornhautsensitivität korreliert mit der Regeneration des subepithelialen Nervenplexus nach fs-LASIK. Es wurden keine statistisch signifikante Unterschiede in der Hornhautsensibilität nachgewiesen, obwohl das SMILE-Verfahren qualitativ besser erhaltende SEP-Strukturen zeigte. |
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