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Abstract
SO.20.03
Besserung der Cyclosporin A refraktären Uveitis mit additivem Everolimus
Arnd Heiligenhaus, Beatrix Zurek-Imhoff, Maren Henning, Martin Rösel, Carsten Heinz
Uveitis Zentrum und Ophtha Lab, Augenabteilung am St. Franziskus Hospital, Münster
Hintergrund
Die Arbeit untersuchte die Auswirkungen des Obstruktiven Schlafapnoesyndroms (OSAS), einer Erkrankung, die durch wiederholte Verlegung der oberen Atemwege während des Schlafes zu einer Sauerstoffentsättigung und zu häufigen Weckreaktionen führt, auf den Gesichtsfeldbefund des Menschen. Morphologische und physiologische Auswirkungen wurden einbezogen.
Methode
In einer prospektiven kontrollierten Kohortenstudie wurden 32 Patienten mit neu entdecktem, bisher unbehandeltem mittel- bis schwergradigem OSAS (Apnoe-Hypopnoe-Index>20) mit 32 Gesunden einer Kontrollgruppe verglichen.
Durchführung: Detailierte augenärztliche Untersuchung einschließlich Augeninnendruckmessung, Biomikroskopie des vorderen und hinteren Augenabschnittes, statischer und kinetischer Gesichtsfeldmessung. Auswertung der polysomnografischen Ergebnisse in Beziehung zu den augenmedizinischen Befunden.
Wichtigste Messungen: Vergleich (t-Test) der globalen Gesichtsfeld-Indizes (MD / CPSD) und der Häufigkeit lokaler Defekte, der Papillenveränderungen, des Augeninnendruckes sowie der Zusammenhänge zwischen MD und schlafmedizinischen Daten.
Ergebnisse
Die Mean Deviation (Mittelwertabweichung) ist bei OSA-Patienten gegenüber der Kontrollgruppe signifikant reduziert (-1.66/-1.62 dB; p<0.001). Die korrigierte Standardabweichung (CPSD) zeigte keinen Unterschied. Diffuse lokale Gesichtsfelddefekte in der mittleren Peripherie der 30°-Perimetrie traten bei OSA-Patienten entschieden häufiger auf (p<0.003). Alle gemessenen Augeninnendruckwerte lagen im Normalbereich ohne Korrelation zur MD. Die Inzidenz von pathologischen Papillenveränderungen zeigte sich bei OSAS auf 6.25% erhöht.
Schlussfolgerungen
Das OSAS führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zum diffusen Verlust von Nervengewebe an Netzhaut und/oder Sehnerv und damit zur Reduktion der Gesichtsfeldempfindlichkeit. Die Anwendung des Glaukombegriffes ist nach seiner aktuellen Definition durchaus gerechtfertigt.
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