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Abstract
SO.20.04
Zigarettenrauchen beeinflusst den Krankheitsverlauf einer endogenen Uveitis und Skleritis
Martin Rösel, Anne Ruttig, Carsten Heinz, Nadine Dück, Arnd Heiligenhaus
Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital Münster, Münster
Hintergrund
Für den Verlauf von Autoimmunerkrankungen ist beschrieben worden, dass Zigarettenrauchen überwiegend negative (rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Morbus Crohn) aber auch positive (Morbus Parkinson) Auswirkungen haben kann. Ziel dieser Arbeit ist, einen möglichen Einfluss des Zigarettenrauchens auf den Krankheitsverlauf bei nichtinfektiöser Uveitis oder Skleritis zu untersuchen.
Methode
697 Augen von 404 Patienten mit endogener Uveitis (369 Patienten) oder Skleritis (35 Patienten) wurden in die Untersuchung einbezogen. Bei allen Patienten wurden mittels eines Fragebogens die Rauchgewohnheiten erfragt. Untersucht wurde, ob Unterschiede bestehen zwischen Rauchern und Nichtrauchern in Bezug auf Immunsuppression, Entzündungsaktivität zum Zeitpunkt der Erhebung, Instabilität der Blut/Kammerwasserschranke (Laserflare Photometrie), Visus und Komplikationen.
Ergebnisse
278 Patienten (69%) waren Nichtraucher, 126 Patienten (31%) waren Raucher, und davon waren 40 Patienten (10%) starke Raucher (20 oder mehr Zigaretten tgl). Es fanden sich keine Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern in Bezug auf Häufigkeit einer second-line Immunsuppression (p=0,91), Anzahl der notwendigen Immunsuppressiva (p=0,86), Gebrauch von systemischen Steroiden (p=0,32), Visus (p=0,82), Laserflare Photometrie (p=0,47), Sekundärglaukom (p=0,89) und Katarakt (p=0,09). Die Anzahl der pack-years war signifikant mit dem Auftreten eines Makulaödem verbunden (p=0,021), und Raucher hatten häufiger aktive Entzündung zum Zeitpunkt der Datenerhebung (p=0,03).
Schlussfolgerungen
Signifikante Unterschiede in Bezug auf Visus oder erforderliche Immunsuppression bestanden nicht. Raucher hatten häufiger eine aktive Entzündung und die Anzahl der pack years korrelierte mit dem Auftreten eines Makulaödems.
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