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Abstract

SO.21.01

Detektion von Änderungen im zellulären Metabolismus bei retinalen Gefäßverschlüssen

Dietrich Schweitzer, Sylvio Quick, Martin Hammer, Susanne Jentsch, Jens Dawczynski
Experimentelle Ophthalmologie, Augenklinik, Friedrich-Schiller-Universität, Jena

Hintergrund und Ziel:
Erste pathologische Veränderungen geschehen im Stoffwechsel. Bei retinalen Gefäßverschlüssen sollten derartige Veränderungen nachweisbar sein.
Methode:
Änderungen der zeitaufgelösten Autofluoreszenz endogener Fluorophore, beispielsweise der Redox Paare FAD-FADH2 or NAD+-NADH werden mit einem eigenentwickeltem Fluoreszenz Lifetime Mapper gemessen. Dabei wird die Fluoreszenz mit Laserpulsen bei der Wellenlänge 448 nm (Pulsbreite 80 ps, Wiederholrate 80 MHz). Die zeitaufgelöste Fluoreszenz wird mittels zeitkorreliertem Einzelphotonenzählen in 2 Spektralen Kanälen 490 nm – 560 nm und 560 nm – 700 nm gemessen. Messungen wurden bei arteriellen und venösen Verschlüssen vorgenommen. Das Abklingen der Fluoreszenz wird 3-exponentiell approximiert. Bilder und Histogramme der Lebensdauern und der Amplituden stehen zur Auswertung zur Verfügung. Ergebnisse:
Die besten Ergebnisse sind bei Astarterienverschluss demonstrierbar. Dabei ist ein interner Vergleich zwischen versorgtem und nicht versorgtem Gebiet möglich. Am empfindlichsten reagiert die Lebensdauer tau 2 im kurzwelligen Spektralbereich, die der neuronalen Netzhaut zuzuordnen ist. In der versorgten Region ist tau 2=560 ps. Diese erhöht sich zu tau 2=1160ps im nicht versorgten Feld. Diese Verlängerung der Fluoreszenz Lebensdauer ist als Erhöhung des proteingebundenen NADH  zu interpretieren, das bei Glykolyse entsteht.
Schlussfolgerungen:
Änderungen in der Energieerzeugung durch die Atmungskette hin zur Glykolyse sind als Ergebnis eines Sauerstoffmangels mittels zeitaufgelöster Messung der Autofluoreszenz nachweisbar.

 
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