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Abstract
SO.21.08
Einfluss der Ödemmorphologie im OCT auf das Therapieansprechen mit Bevacizumab bei retinalen Venenverschlüssen
Alexandra Hoeh, Mira Ruppenstein, Thomas Ach, Stefan Dithmar
Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund
Untersucht wurden morphologische Varianten des Makulaödems (MÖ) bei Venenast (VAV)- und Zentralvenenverschlüssen (ZVV) und ihr Einfluss auf das Ansprechen einer Therapie mit Bevacizumab.
Methode
100 Patienten (55 VAV und 45 ZVV) wurden aufgrund eines MÖ mit 2,5mg Bevacizumab behandelt. Reinjektionen erfolgten nur bei persistierendem oder rezidivierendem MÖ. Nur Patienten mit ausreichend guter OCT-Qualität und einer Mindestbeobachtungszeit von 15 Wochen (durchschnittliches follow-up 59±31 Wo) wurden in die Auswertung einbezogen (34 ZVV, 30 VAV). Die OCT-Morphologie zu Behandlungsbeginn wurde retrospektiv hinsichtlich ihres Einflusses auf das Behandlungsergebnis untersucht. Dabei wurden die zentrale Netzhautdicke (CRT), das Vorhandensein von subretinaler Flüssigkeit (SRF), zystoider Flüssigkeitseinlagerungen (ZyF) und der maximale horizontale Durchmesser der größten abgrenzbaren ZyF ausgewertet.
Ergebnisse
VAV-Patienten mit einer ZyF >600um (6%) wiesen bei letzter Kontrolle einen signifikant schlechteren Visus im Vergleich zu Patienten mit kleineren oder ohne abgrenzbare ZyF auf (0,30; 0,52±0,22 logMAR vs. 0,55; 0,26±0,18 logMAR; p=0,007). Die Dauer des Verschlusses war, soweit Angaben der Patienten vorlagen, bei Patienten mit ZyF >600um signifikant länger (p=0,007). Bei Patienten mit ZyF<600um zeigte sich keine signifikante Korrelation zwischen der Zystengröße und dem Endvisus oder Verschlussalter. Die CRT bei letzter Kontrolle und Visus, CRT und Patientenalter zu Behandlungsbeginn zeigten keine Unterschiede zwischen Patienten mit oder ohne ZyF >600um. 35,3% der VAV zeigten zu Behandlungsbeginn SRF, wobei eine starke Korrelation zwischen der Dicke der SRF und dem Ausgangsvisus (Pearson´s r=0,72, p=0,009) bestand, jedoch zeigte SRF zu Behandlungsbeginn keinen Einfluss auf den Endvisus oder die End-CRT.
Bei ZVV-Patienten konnte kein Zusammenhang zwischen OCT-Morphologie und Therapieansprechen bezüglich des Vorhandenseins von ZyF, ZyFgröße und SRF gefunden werden. Im Gegensatz zu den VAV zeigten hier Patienten mit dünnerer Ausgangs-CRT (<600um) einen signifikant besseren Endvisus und End-CRT.
Schlussfolgerungen
Bei Patienten mit VAV sind zystoide Flüssigkeitseinlagerungen >600um ein Hinweis auf ein langes Bestehen des Verschlusses und schlechtes funktionelles Ansprechen auf die Therapie mit Bevacizumab. Bei ZVV konnten, abgesehen von der CRT, keine morphologischen Hinweise auf das Therapieansprechen gefunden werden.
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